Scorpions - Comeblack

Scorpions comeblack

Stil (Spielzeit): Hard Rock / Heavy Metal (53:58)
Label/Vertrieb (VÖ): Columbia / Sony (04.11.11)
Bewertung: 7 /10

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Zum Thema SCORPIONS muss ich zuerst mal sagen, dass ich mit den SCORPIONS die ersten Jahre meines Lebens „zugedröhnt" wurde. Die CD „Love At First Sting" lief bei uns zu Hause gefühlte 1 Million mal und somit ist mir die Stimme von Klaus Meine sehr vertraut. Ich fand das Cover damals „total porno" und auch die Musik kam mir extrem hart und brutal vor.
Das hat sich mit den Jahren relativiert und ich war auch nie ein großer SCORPIONS Anhänger, obwohl ich „Wind Of Change" ganz gut fand (Ja ok, ich kann den Text komplett auswendig...ich war Pubertistin zu der Zeit...), aber nie wäre ich auf die Idee gekommen ein SCORPIONS Konzert zu besuchen.

„Man merkt erst was man hatte, wenn man es verloren hat". So war das auch bei mir mit den SCORPIONS. „Wie? Die lösen sich auf? Ja, ne...dann muss ich die aber mal live sehen". Zu einem Konzertbesuch kam es bis heute nicht, aber ich habe mir in den letzten Monaten nochmals die alten Alben angehört und habe Respekt vor der Band.

Sagen wir mal so....wenn ich eine CD von 1984 heute noch geil finde und fast alle Gitarrensoli mitsingen kann, Gänsehaut habe und die CD einfach noch richtig Bock macht...dann muss die Band doch irgendwas richtig machen.

Jetzt liegt mir das Album „Comeblack" vor. Eine Ansammlung von neu aufgenommenen, alten Songs, neuen Songs und einigen Coversongs (SOFT CELL, BEATLES, T-REX, ROLLING STONES, SMALL FACES und THE KINKS). Es kann keiner abstreiten, dass Klaus Meine eine sehr eindrucksvolle, kräftige Stimme hat und Rudolf Schenker genauso wie Matthias Jabs an den Gitarren richtig was draufhaben. Klassiker wie „Blackout", „Rock You Like A Hurricane" oder „Still Loving You" reißen einfach mit, lassen vor allem bei den Soli Gänsehaut entstehen und unterstreichen die jahrzehntelangen, hervorragenden Leistungen dieser Band. Und auch die Cover gehen in Ordnung, auch wenn sie nicht bahnbrechend sind. Einzig „Tainted Love" hätten sie sich schenken können, eher uninspiriert und leider schon tausendmal besser von MARILYN MANSON und Co gehört.
Dafür schlagen die SCORPIONS mit ihrer Version von "All Day And All Of The Night" die Coverversion der FANTASTISCHEN VIER (Fremdschämmodus an...Kann sich da noch jemand dran erinnern? Der Text lautete: 1 und 1, Kondom nehm ich keins, auf dem Wasserbett und die ganze Nacht...Fremdschämmodus aus)

Viele stellen sich die Frage: Warum machen die das? Wenn man dem Booklet Glauben schenkt, dann sind sie während der Farewell Tour auf die Idee gekommen. Ich denke aber eher, dass es den SCORPIONS so geht wie mir...„Man merkt erst was man hatte, wenn man es verloren hat". Die Aussicht auf das Ende der Band lässt die Rocksenioren wohl nochmals aufleben und umtriebig werden. Von mir aus, es gibt Bands die dürfen das und die SCORPIONS gehören dazu. Neue Fans werden sie damit nicht kriegen, aber einige an die gute alte Zeit erinnern und die Hardcorefans haben auch ne Scheibe mehr im Schrank. Innovation ist das nicht, aber der akustische Unterschied zu den alten Aufnahmen hat Mehrwert und deshalb gibt es auch 7 Punkte.

1.Rythm of love
2.No one like you
3.The zoo
4.Rock you like a hurricane
5.Blackout
6.Wind of change
7.Still loving you
8.Tainted Love
9.Children of the revolution
10.Across the universe
11.Tin Soldier
12.Ally day and all of the night
13.Ruby Tuesday

Scorpions Pressefoto 1