Geschrieben von Dienstag, 07 Juni 2011 00:00

In Flames - Interview zu 'Sounds Of A Playground Fading'

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IN FLAMES haben es tatsächlich geschafft: Ihr neues Album “Sounds Of A Playground Fading” ist das nächste Meisterwerk in Folge, gleichzeitig wohl so abwechslungsreich und vielseitig wie keine andere Scheibe der Schweden zuvor. Wir sprachen mit Drummer Daniel Svensson über Inhalte, Besetzungswechsel und das neue Label Century Media.

Hi Daniel! Mit welchen Reaktionen auf das neue Material rechnet ihr?

Ich hoffe doch, dass wir gute Reaktionen hervorrufen. Wir haben uns schließlich angestrengt, ein gutes Album zu machen. Allerdings sind Reaktioonen nichts, wovon mein Wohlbefinden abhängt.

Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?

Ja, natürlich. Ansonsten hätten wir es nicht veröffentlicht.

Der Albumtitel „Sounds Of A Playground Fading“ klingt ziemlich düster. Hat es etwas damit zu tun, dass Anders jetzt Kinder hat und über Dinge wie Vergänglichkeit, Verantwortung und dergleichen nachdenkt?

Anders schreibt die Texte, insofern hat es sicher etwas mit dem zu tun, was ihn bewegt. Aber ich weiß darüber nichts Genaues.

Ich finde, dass sich IN FLAMES im Laufe der Zeit von einer songorientierten zu einer albumorientierten Band gewandelt haben. Was meinst du dazu?

Ich denke doch, dass wir schon immer sowohl das eine, als auch das andere waren.

Glaubst du, dass sich eure Fans der ersten Stunde mit der neuen Scheibe schwer tun könnten?

Ich weiß nicht. Wir schreiben Songs, die uns Spaß machen. Alle zufrieden zu stellen ist doch kaum möglich. Ich glaube aber, dass es vielen Leuten eher gefallen wird. Es klingt etwas anders als der Vorgänger. Ich sehe kein großes Problem darin, wenn es einigen nicht gefällt.

Wird es eigentlich mit den Jahren nicht immer schwerer, neue, spannende Songs zu schreiben?

Wir bekommen ja ständig Inspiration. Ich kann allerdings nicht genau sagen, woher sie jeweils kommt. Zudem versuchen wir, uns ständig weiterzuentwickeln. Und uns verbindet die gemeinsame Musik. Insofern fällt es uns nicht schwer, ständig mit neuen Songs daher zu kommen.

Ihr bringt ja nun seit geraumer Weile jedes zweite Jahr ein neues Album heraus und seid dazwischen permanent auf Tour. Bekommt man da nicht das Bedürfnis, mal eine richtig lange Pause zu machen?

Letzten Herbst haben wir das Album aufgenommen, davor im Sommer waren wir nur auf drei Festivals. Natürlich muss man ab und zu eine Pause einlegen, aber uns zieht es relativ schnell wieder auf die Piste.

Bei dem Musikvideo habt ihr mit Patrick Allius zusammengearbeitet. Wie kam es dazu, und wie zufrieden seid ihr?

Er ist ein guter Freund von uns. Und er macht stets gute Arbeit. Es macht immer Spaß, mit ihm zu arbeiten, denn er versteht eindeutig was davon.

Nicholas Engelin. Wie seid ihr auf ihn gekommen? Er ist ein alter Freund, richtig?

Er ist ein alter Freund, der uns schon 1997 ausgeholfen hat. Er war auch mal mit uns auf Tour, insofern war es eine ganz natürliche Entscheidung, ihn zu fragen, ob er bei uns einsteigen will.

Warum hat Jesper die Band verlassen?

Er hatte Probleme mit Alkohol. Also entschieden wir uns, die Zusammenarbeit zu beenden.

Warum seid ihr zum Label Century Media gewechselt?

Wir hatten Probleme mit Nuclear Blast, also sind wir ausgestiegen. Century ist ein gutes Label mit exzellenter Produktion.

Ihr habt mal gesagt, dass ihr musikalisch nie zu den Wurzeln zurückkehren wollt. Siehst du IN FLAMES als einen Weg, den ihr geht? Wenn ja, wohin führt er?

Keine Ahnung. Wir wollten einfach nicht zweimal dasselbe Album aufnehmen. Manche Bands machen nur eine Sorte Musik und jedes Album klingt gleich. So eine sind wir aber nicht. Es ist ein Wechselspiel von Experimentieren und sich Weiterentwickeln. Wohin der Weg uns führt, denn wenn du dir alle IN FLAMES-Alben anhörst, stellst du fest, dass wir trotz aller Veränderungen immer dieselbe Band geblieben sind.

Danke für das Interview!