Doom / Sludge Metal Reviews

Doom und Sludge Rezensionen, Meinungen und Kritiken


Ophis - Spew Forth Odium

Ophis - Spew Forth Odium
    Death/Doom Metal

    Label: FDA Records
    VÖ: 29.10.2021

    Bewertung:9/10

Wer tonnenschweren, finsteren Death-Doom-Metal mag, kann sich freuen: Die Hamburger Band OPHIS hat mit “Spew Forth Odium” nach vier Jahren ihr fünftes Album veröffentlicht. Trotz Besetzungswechsel bleiben sie ihrer bewährten Linie treu und machen das, was sie am besten können. 


Eremit - Bearer Of Many Names Tipp

Eremit - Bearer Of Many Names
    Doom Sludge

    Label: Transcending Obscurity
    VÖ: 11.06.2021

    Bewertung:9/10

Ein Eremit ist jemand, der mehr oder weniger abgeschieden von den Menschen lebt, und so ähnlich muss es sich auch für das aus Osnabrück stammende Trio EREMIT anfühlen. Die Jungs haben dieses Jahr ihr bereits drittes Werk „Bearer Of Many Names“ veröffentlicht und sind dabei immer noch nicht jedem bekannt. Völlig zu Unrecht! Wobei, die Musik von EREMIT ist wirklich schwer verdauliche Kost ...


Mastiff - Leave Me The Ashes Of The Earth

Mastiff - Leave Me The Ashes Of The Earth
    Blackened Sludge

    Label: eOne
    VÖ: 10.9.2021

    Bewertung:7/10

Was würden Hunde für Musik machen? Cocker Spaniel: College Rock. Golden Retriever: Deutsch-Pop. Mastiff: Blackened Sludge.


Swallow The Sun - 20 Years Of Gloom, Beauty and Despair - Live In Helsinki (2CD/DVD)

Swallow The Sun - 20 Years Of Gloom, Beauty and Despair - Live In Helsinki (2CD/DVD)
    Doom Metal

    Label: Century Media
    VÖ: 30.07.2021

    Bewertung:keine

Der Unterschied zwischen einem Studioalbum und einem Live-Album? Ganz einfach, wenn es nach SWALLOW THE SUN-Sänger Mikko Kotamäki geht: „The main difference between a recorded album and a live album is that the live album is played and recorded live.“ Und ja, dieses einleuchtende Zitat stammt tatsächlich aus dem offiziellen Promotext des neuen Live-Albums der finnischen Doom-Pioniere. Verziehen sei das charmante Statement dem Quintett allemal, schließlich hält "20 Years Of Gloom, Beauty And Despair – Live In Helsinki“ was es verspricht.


Eyehategod - A History Of Nomadic Behavior Tipp

Eyehategod - A History Of Nomadic Behavior
    Sludge Doom Metal

    Label: Century Media
    VÖ: 12.03.2021

    Bewertung:9/10

EYEHATEGOD sind schon ein Phänomen: Mehrmals aufgelöst und wiederbelebt, liefern die Südstaaten-Jungs beinah regelmäßig unregelmäßig – mit vielen Jahren Pausen zwischen ihren Werken – fies-geniale Alben und konnten trotzdem nie den Status einer Underground-Band hinter sich lassen.


Culted - Nous

Culted - Nous
    Doom/Sludge/Industrial

    Label: Season Of Mist
    VÖ: 26.2.2021

    Bewertung:6/10

CULTED lassen mit ihrem neuen Album “Nous” einen echten Brocken auf uns los. Ein Mix aus Industrial, Doom, Sludge und Drone kann eh keine einfache Sache sein, aber die schwedisch-kanadische Band lotet hier wirklich alle Möglichkeiten aus, unangenehm zu klingen. Laut Promotext ist “Nous” von persönlichen Krisen und extremen Erfahrungen geprägt. Genauso klingt das Album. 


My Dying Bride - Macabre Cabaret Tipp

My Dying Bride - Macabre Cabaret
    Doom Metal

    Label: Nuclear Blast
    VÖ: 20. November 2020

    Bewertung:8/10

Nur sechs Monate nach dem Album „The Ghost Of Orion“ veröffentlichen MY DYING BRIDE „Macabre Cabaret“ – eine EP mit drei Songs, die die Linie des letzten Outputs fortführen.


Pallbearer - Forgotten Days

Pallbearer - Forgotten Days
    Heavy/Doom/Stoner Metal

    Label: Nuclear Blast
    VÖ: 23.10.2020

    Bewertung:7/10

Die Amerikaner von PALLBEARER sind zurück. Mit ihrem neuen Album "Forgotten Days" geht das Quartett zurück zu seinen Wurzeln und präsentiert in 53 Minuten schwermütigen, staubtrocken produzierten Heavy Metal, der perfekt zum Herbst passt.


Tomorrow's Rain - Hollow Tipp

Tomorrow's Rain - Hollow
    Death Doom

    Label: AOP Records
    VÖ: 11.09.2020

    Bewertung:8/10

Es ist kaum verwunderlich, dass ich von TOMORROW‘S RAIN aus Tel Aviv noch nie gehört hatte. Vor Kurzem haben sie mit „Hollow“ gerade einmal ihr Debüt auf die Doom-Welt losgelassen und doch strotzt es vor Gastauftritten großer Namen – da wird man nicht nur neugierig, sondern auch ziemlich erwartungsvoll.


Mantar - Grungetown Hooligans II (EP)

Mantar - Grungetown Hooligans II (EP)
    Doomiger Punk Rock

    Label: MANTARECORDINGS
    VÖ: 26.06.2020

    Bewertung:keine

Schon einmal etwas von L7, MAZZY STAR oder MUDHONEY gehört? Ja? Nein? Der Autor jedenfalls nicht. Und so erfüllt "Grungetown Hooligans II“ zumindest schon einmal einen Zweck. Das deutsche Duo MANTAR lädt zu einem Trip in die Vergangenheit und dürfte somit so manchem Hörer ein Stück Musikgeschichte näher bringen. Denn auf "Grungetown Hooligans II“ tummeln sich zusätzlich zu den oben Genannten auch noch 7 YEAR BITCH, SONIC YOUTH, THE JESUS LIZZARD und BABES IN TOYLAND.


Sorcerer - Lamenting Of The Innocent

Sorcerer - Lamenting Of The Innocent
    Epic Doom

    Label: Metal Blade Records
    VÖ: 29.05.2020

    Bewertung:7/10

Für SORCERER heißt es mit „Lamenting Of The Innocent“ Klappe, die Dritte. Das 1988 gegründete und 2010 wiederbelebte Stockholmer Quintett ist für seinen Epic Doom Metal weltbekannt.


Lord Vigo - Danse De Noir

Lord Vigo - Danse De Noir
    Melodischer Doom Metal

    Label: High Roller Records
    VÖ: 10. Apri 2020

    Bewertung:7/10

Zugegeben, Doom Metal ist nicht unbedingt meine Baustelle. Oft zu schleppend, zu vertrackt und zuviel Katzengejaule statt kraftvoller Metal-Vocals. Bei Epic Doom mache ich gerne mal eine Ausnahme: Das 2018 erschienene „White Horse Hill“ von SOLSTICE gehört zum Besten, was das letzte Jahrzehnt musikalisch hervorgebracht hat. Und auch die deutschen episch/melodischen Doomer LORD VIGO haben’s drauf und präsentieren mit ihrem neuen Album „Danse De Noir“ ein kreatives und facettenreiches Brett, das auch soundtechnisch zu überzeugen weiß.


My Dying Bride - The Ghost Of Orion Tipp

My Dying Bride - The Ghost Of Orion
    Doom Metal

    Label: Nuclear Blast
    VÖ: 6. März 2020

    Bewertung:10/10

Es hat sich einiges getan bei MY DYING BRIDE. Und einiges davon hätte die Veröffentlichung des 14. Albums „The Ghost Of Orion“ verhindern können: Gitarrist und Gründungsmitglied Calvin Robertshaw steigt (wieder) aus. Drummer Shaun Taylor-Steels verlässt die Band ebenfalls. Und Sänger Aaron Stainthorpe nimmt sich eine lange Auszeit mit ungewissem Ausgang, als seine kleine Tochter an Krebs erkrankt.


Walk Through Fire - Vår Avgrund

Walk Through Fire - Vår Avgrund
    Funeral Doom/Sludge

    Label: Wolves & Vibrancy Records
    VÖ: 27.03.2020

    Bewertung:6/10

Schweden ist eine der Wiegen der modernen Metalszene. Allen voran die Stadt Göteborg, deren Melodic-Death-Metal-Szene wegbereitend für Bands und Künstler aus aller Welt war und ist. Dabei kann es passieren, dass gerade kleinere Bands anderer Subgenres, die Göteborg ihre Heimat nennen, schon mal übersehen werden. So wundert es nicht, dass WALK THROUGH FIRE, die mit „Vår Avgrund“ (Unser Abgrund) schon ihr viertes Studioalbum veröffentlichen, bisher nur eine vergleichsweise sehr geringe Hörerschaft besitzen. Dabei ist das, was das Quartett so auf die Beine stellt, durchaus hörenswert.


Leaden Fumes - Abandon Ship

Leaden Fumes - Abandon Ship
    Doom/Noise/Prog Rock

    Label: Pretty Bourgeoise Broadcast
    VÖ: 28.02.20

    Bewertung:6/10

1997 wurde eine der ersten Schweizer Stoner Bands gegründet: PHASED. Wer hätte gedacht, dass sich zwei der ehemaligen Mitglieder wieder zusammenschließen und in einem Trio gemeinsame Sache machen würden?


Kirk Windstein - Dream In Motion Tipp

Kirk Windstein - Dream In Motion
    Doom/Sludge

    Label: eOne
    VÖ: 24. Januar 2020

    Bewertung:8/10

Nach fast 30 Jahren aktiven Musikerdaseins (CROWBARs Debüt erschien 1992) ist die Zeit reif für das erste Soloalbum von KIRK WINDSTEIN. Zwei Jahre hat er immer wieder an „Dream In Motion“ gebastelt. WINDSTEIN zufolge hat er darauf Riffs und Ideen verarbeitet, die für seine Stammband nicht geeignet wären, weil sie zu milde sind.


Silvertomb - Edge Of Existence

Silvertomb - Edge Of Existence
    Gloomy Dark / Doom Metal

    Label: Long Branch Records / SPV
    VÖ: 01.11.2019

    Bewertung:7/10

"Edge Of Existence" ist ein solider Brocken, der mir anfangs allerdings etwas quer im Magen lag. Gewöhnungsbedürftig ist der Gesang – Kenny Hickey, immerhin schon Mitte 50, bewegt sich auf diesem Debüt meist in hohen Lagen und presst die Töne. Zusammen mit der tiefschwarzen Atmosphäre der Songs ergibt das nicht immer die stimmigste Kombination.


Goatess - Blood and Wine

Goatess - Blood and Wine
    Stoner/Doom Metal

    Label: Svart Records
    VÖ: 27. September 2019

    Bewertung:7/10

In den drei Jahren seit dem zweiten Album ist einiges passiert bei den Doom-Jungs GOATESS: Ein neuer Bassist ist an Bord und vor allem hat sich die Besetzung am Mikro geändert. Die prägende Stimme von Christian „Chritus“ Lindersson ist weg, dafür singt jetzt Karl Buhre. Und gleich der erste, schwer verzerrte Akkord auf „Blood And Wine“ zeigt an, dass sich auch am grundsätzlichen Sound was getan hat.


Culted - Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness (EP)

Culted - Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness (EP)
    Blackened Industrial Doom

    Label: Season of Mist Underground Activists
    VÖ: 30.08.2019

    Bewertung:5/10

Wer CULTED in der umfangreichen Encyclopaedia Metallum nachschlägt, erfährt, dass der schwedische Bandgründer Daniel Jansson seine drei kanadischen Mitstreiter nie getroffen hat. Nichtsdestotrotz erweist sich das Quartett seit der Gründung 2007 als überaus beständig. Bereits zwei Studioalben sowie die EP "Of Death & Ritual“ haben seitdem ihren Weg in die Verkaufsregale gefunden. Mit "Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness“ steht nun die nächste EP in den Startlöchern.


Saint Vitus - s.t.

Saint Vitus - s.t.
    Doom Metal

    Label: Season Of Mist
    VÖ: 17. Mai 2019

    Bewertung:5/10

Zuerst mal die Sängerfrage, denn wer der richtige Mann am Mikro für SAINT VITUS ist, darüber streiten sich die Geister schon seit dem ersten von zahlreichen Wechseln. Obwohl jetzt mit Scott Reagers wieder ein Gründungsmitglied singt, ist für viele Scott „Wino“ Weinrich der einzig wahre Doom-Messias. Dass dies selbst im Promotext zur neuen, selbstbetitelten Scheibe zwei Mal erwähnt wird, als müsste sich die Band rechtfertigen, spricht Bände. Am besten man mag beide Sänger, unterschiedlich genug sind sie ja, dann hat man umso mehr Material, an dem man sich erfreuen kann. Somit also zur eigentlichen Frage: Wie positioniert sich der neue Output in der Diskografie von SAINT VITUS?

Seite 1 von 10