
Stil/Spielzeit: Poppunk / poppiger Emo
Label/Vertrieb (VÖ): D.I.Y (27.05.12)
Bewertung: 7 / 10
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Die SAVE ENDS haben ehemalige Mitglieder von NO TRIGGER und MAKE IT RIGHT in ihren Reihen, klingen aber absolut nicht danach. Hier geht's viel mehr in die Poppunk/poppiger Emo-Ecke. Also Musik, zu der man schnell mal „ach, ganz nett sagt".
Aber irgendwie ist das hier mehr als nur „ganz nett". Auch wenn die Frauenstimme direkt diesen Reflex auslöst. Aber im Zusammenspiel mit der Männerstimme ergibt sich eigentlich ein ziemlich cooles Gespann. Bei „Setting Here" laufen sie zu Beginn des Songs zu einem Höhepunkt auf, weil sie sich einfach richtig herrlich doppeln und diese Technik sehr songdienlich einsetzen.
Außerdem ist es das Keyboard, was den fünf Songs der SAVE ENDS ihren Charakteer gibt. Die Gitarrenarbeit und das Songwriting sind gut, werden aber erst durch das Keyboard wirklich individuell. Auch wenn man direkt an PARAMOR-Vergleiche denkt, sollte man vorsichtig sein, denn bei allem Pop in diesen fünf Songs haben die Bostoner eine wahnsinnige Menge Herz hier reingesteckt – und man kann dies in jedem Moment hören. Denkt lieber an eine Mischung aus TIGERS JAW und den GET UP KIDS.
Klar sind die Melodien ausladend und wirklich auf die Fresse gibt es hier auch nicht, aber wer die gepflegte Melancholie zum Mitsingen mag und noch Musik braucht, um dabei die letzen Abende am Baggersee genießen zu können, der wird hier richtig belohnt. SAVE ENDS können Herzen öffnen und mit Melodien fluten – ohne peinlich zu sein. Manchmal darf es einfach auch Pop sein!