Punkrock/Alternative/Rock-Band mit einem Akustik-Ding? Ok, gib mal her, da gibt es ja ein paar ganz nette Sachen mittlerweile. Aber wer hätte gedacht, dass die „Twentyfourseven" EP von BLACKOUT PROBLEMS tatsächlich genau das ist: „ganz nett"...
BLACKOUT PROBLEMS sind ein Dreiergespann aus München, haben bisher ein Album rausgehauen und wollen mit dieser EP für Nachschub sorgen. Die Idee ist auch ganz cool. Zwar gibt es im Augenblick einen leichten Akustik-Overkill, aber daraus entstehen immer wieder gute Alben. ALCOA und BAD IDEAS z.B. sind zwar durchaus als Bands zu verstehen, bei denen es auch „plugged" abgeht, beide sind aber durch eine Akustik-Herangehensweise inspiriert und haben echt guten Stoff abgeliefert. Die Münchner versuchen sich jetzt ebenso an ruhiger Atmosphäre, klaren Songs und zusätzlichen Streichern auf solchen Pfaden – klingen aber leider nur wie neue DONOTS mit noch weniger Eiern.
Das kommt zum einen durch die „Kleine-Jungs-Stimme" beim Gesang und zum anderen bei den Songs, die eigentlich alle ok, aber eben nicht mehr sind. Der Klang, die Produktion, die Arrangements: alles in Ordnung. Es will halt einfach nicht mitreißen. Zwar kann man sich ab und zu tatsächlich in diese Stimmung fallen lassen, aber das hält meist nur einen kurzen Moment an, bis die Musik des Trios leider wieder ein wenig „egal" wird.
„Twentyfouseven" ist mit Sicherheit nicht schlecht – hier hört man schon Leute , die das können, was sie machen. Nur wo sind bitte die wirklich herzzerreißenden Momente? Wo kann der Song die gleiche Intimität herstellen wie die Produktion? Ich sehe die EP eher als nette Überbrückung für bereits gewonnene Fans. Ich geh' mir da doch lieber wieder ALCOA oder NOWHEREBOUND anhören!