Klar, das fette Brett fahren 1000MODS immer noch auf, garniert mit psychedelischen Sprengseln. Mittlerweile haben sie jedoch offenbar ihre Liebe zum Grunge aufgewärmt – ich habe schon lange kein Album mehr gehört, das so authentisch nach den 90er Jahren klingt.
Kurt Cobains Herz fängt fast wieder an zu schlagen
Bei dem Geschrebbel, gepaart mit nölig-angepisstem Gesang, fängt fast Kurt Cobains Herz wieder an zu schlagen. Siehe zum Beispiel das Startriff von „Warped“, das auch auf „Bleach“ eine gute Figur gemacht hätte. Oder „Blister“, das sehr an „Nevermind“ erinnert. Bei der sich langsam aufbauenden, düsteren Halbballade „Young“ blinzeln wiederum ALICE IN CHAINS ums Eck.
Viele Assoziationen, wenig eigene Identität
An allen Ecken und Enden schießen hier die Assoziationen in den Kopf. Auch Anleihen der FOO FIGHTERS oder VELVET REVOLVER ("Pearl" – siehe unten) finden sich. Das heißt: 1000MODS haben ein sehr unterhaltsames, sehr gutes Album geschrieben, dem es aber etwas an eigener Identität fehlt. Den Spaß an "Youth Of Dissent" mindert das nicht.