Samstag, 20 Juni 2026 09:12

Komahawk - Doomsday For Democracy

Komahawk - Doomsday For Democracy

In den 90er Jahren mischten KOMAHAWK mit einer deftigen Mischung aus Thrash, Punk und Hardcore die deutsche Szene auf. 28 Jahre nach ihrem Drittwerk „Rhytmo Fantastico“ haben die Bremer nun Album Nummer 4 veröffentlicht.

Die Initialzündung zur Reunion nach längerer Pause stellte 2014 ein exklusiver Gig zum 20-jährigen Jubiläum des Debüts „No Hope For Tomorrow“ dar. Danach wurde wieder gemeinsam geprobt und komponiert. Doch erst nach der Pandemie machte die Band Ernst.

Komahawk Band
KOMAHAWK (Pic: Promo)

„Wir haben dann wie früher am Wochenende geprobt, uns die Zeit genommen und die Ideen gemeinsam ausgearbeitet. Das Album habe wir dann im DIY-Modus im Proberaum Stück für Stück aufgenommen und alles am Ende bei mir zuhause gemischt“, fasst Lars Groß, zwischenzeitlich auch Live-Gitarrist bei den befreundeten MOTORJESUS, die Entstehung von „Doomsday For Democracy“ zusammen.

KOMAHAWK - Doomsday For Democracy (Official Music Video)

Nach dem Intro „The Blending Master“ machen „Rich & Dead“ sowie der Titelsong direkt klar, worum es auf „Doomsday For Democracy“ geht. KOMAHAWK sind ihren Wurzeln treu geblieben und ballern sich durch zehn oldschoolige Songs mit sozialkritischen Texten und der angemessenen Portion Wut im Bauch.

Die Demokratie droht unterzugehen. Mächtige Populisten drängen an die Macht, die Menschen scheinen ihre Freiheit nicht zu erkennen und aufzugeben.

— Sänger Lars „Diggn“ Groß

„Die Klampfe klingt jetzt aber arg nach SLAYER“, zuckt es mir bei Song Nummer 4 durch den Kopf – nur um festzustellen, dass das Stück mit dem Titel „Slayer Saves“ versehen wurde. Nachtigall, ick hör´dir trapsen...

Ansonsten dominieren eher Punk- und Hardcore-Klänge. Glattpoliert ist hier nix, vielmehr ist der Gesang von Frontmann „Diggn“ sehr in den Hintergrund gemischt, und die Abwechslung kommt mir insgesamt ein wenig zu kurz. Andererseits aber auch schön, zwischen all den Hochglanzprodukten mal wieder so ein geerdetes, fast schon räudiges Stück Musik aufgetischt zu bekommen.

KOMAHAWK - Blow On The Coals (Official Music Video)

Wer in den frühen 90ern auf Bands wie D.R.I., CRO-MAGS, aber auch ruppigen Thrash steilgegangen ist und bis heute auf diese Mischung schwört, sollte „Doomsday For Democracy“ auf jeden Fall eine Chance geben. Die Scheibe gibt’s digital sowie als limitierte CD über den Bandcamp-Shop von KOMAHAWK.

„Doomsday For Democracy“ Tracklist:
1. The Blending Master
2. Rich & Dead
3. Doomsday For Democracy
4. Slayer Saves
5. Wrong Way Driver
6. Last Trip
7. New World To Kill
8. Blow On The Coals
9. Unspoken
10. Hellhole
11. Killing Lifegiver
12. The Hope Dies Last

KOMAHAWK Besetzung:
Lars „Diggn“ Groß – Gitarre & Gesang
Halit Sahin – Gitarre
Bernd „Bassbernd“ Janssen – Bass
Björn Geene – Schlagzeug

Marcus

Als Kind geprägt durch die umfangreiche Plattensammlung meines Vaters, in der von BAP bis Motörhead alles vertreten war, sowie eine dauerhafte Infektion mit dem Kiss-Virus (seit 1979 nicht mehr abgeklungen), entwickelte sich äußerst früh meine Begeisterung für Rock, Hardrock, Metal und Konzerte. Und abgesehen von Paul Stanley und Co. gilt in meinem Fall: Je kleiner, desto feiner! Diese unglaubliche Energie, die ein Clubgig entfachen kann, ist für mich mit nichts zu vergleichen. Insofern ist es gar nicht hoch genug zu bewerten, dass es auch nach Corona und trotz bedenklicher Preisentwicklungen kleine Veranstalter und Locations gibt, die mit Herzblut dafür kämpfen, auch unbekannteren Künstlern eine Bühne zu bieten – das ist keine Selbstverständlichkeit! Daher: Support your local clubs and bands!

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Rückmeldungen und Fragen sehr gerne per Instagram @bendelmarcus oder per Mail an marcus@burnyourears.de

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