Chrischi
Musik ist immer da. Sie ist ein Geschenk und wird nie vergehen. Sie ist Seelentröster, Stimmungsmacher, Runterbringer, Frustbewältigung, Freiheit und Gefühl. Und weil sie oft genug so unfassbar geil ist, sollten wir drüber reden.
Stile: Metal und (Hard) Rock in allen möglichen Facetten – von knüppelhart über symphonisch bis vertrackt und balladesk.
Bands: Metallica, Iron Maiden, Bruce Dickinson, Blind Guardian, Avantasia, Helloween, Nightwish, Ayreon, Dream Theater, Lorna Shore, Wintersun, Opeth, Foo Fighters, Pearl Jam, Linkin Park, Motörhead, AC/DC, Rammstein, Armored Saint, Night Demon, Hans Zimmer und so verflucht viele mehr ...
NIGHTWISH und Floor Jansen gehen getrennte Wege. 14 Jahre, nachdem die niederländische Sängerin der Symphonic-Metal-Insitution auf Tour den Arsch rettete. Ich bin fassungslos, vielleicht noch schockierter als nach dem hässlichen Rauswurf von Tarja Turunen 2005. Floor ohne NIGHTWISH? Geht. NIGHTWISH ohne Floor? Puh.
Nach langer Wartezeit meldete sich BRUCE DICKINSON mit "The Mandrake Project“ 2024 endlich wieder solo zurück. Parallel zur Vertonung neuer Ideen setzt sich der umtriebige IRON-MAIDEN-Sänger mit seinen Frühwerken auseinander. Auf "More Balls To Picasso“, "Skunkworks“ und "Tattooed Millionaire“ folgend, läutet "Accident Of Birth (2026 Remix)“ Dickinsons Spätneunziger-Metal-Ära mit einem frischen Mix in Stereo und Dolby Atmos ein.
IN EXTREMO sind verdammt fleißig: Mit "Tranquilo II" erscheint am 28.10.2026 das zweite reine Akustik-Album, ab November geht's auf Akustik-Tour. Im Frühjahr 2027 sind die Mittelalter-Metaller mit FEUERSCHWANZ als Co-Headliner unterwegs, und auch das bandeigene "Weckt Die Toten Festival" geht 2027 in die dritte Runde.
Eine knackig-kurze Angelegenheit ist es geworden, das mittlerweile zwölfte FOO-FIGHTERS-Studioalbum. In gerade einmal 36 Minuten pflügt das Sextett durch zehn neue Tracks, von denen über die Hälfte gerade so die 3-Minuten-Marke knackt oder drunter bleibt. Ob das auch Neu-Drummer Ilan Rubin zu verdanken ist, der dem ansonsten seit Jahrzehnten beständigen Line-up Feuer gemacht hat?
Es gibt Abende, da weiß man schon beim ersten Ton (oder beim ersten Zucken eines Lichtblitzes samt Donnergrollen): Das hier wird kein normales Konzert. Das wird eine prägende Erfahrung. Eine musikalische Reise, die ihresgleichen sucht. Entertainment der Extraklasse – und das hart verdiente Geld mehr als wert. Weil solche Erinnerungen unbezahlbar sind.
Dass gestandene Musiker sich dazu entschließen, so zu tun, als wären sie eine unfassbar erfolgreiche Sleaze-Rock-Kapelle aus den Achtzigern (Grüße gehen raus an STEEL PANTHER), ist nichts Neues. Dass eine komplette Band ein solches Alter Ego erschafft und mit sich selbst als Support auf Tour geht (!), ist schon außergewöhnlicher. Genau das macht die deutsche Mittelalter-Metal-Kapelle SALTATIO MORTIS mit BAD LOVERZ.
Wenn Gitarrist David Gilmour Solo-Konzerte gibt, kümmert er sich auch stets um das alles überstrahlende PINK-FLOYD-Vermächtnis. Nach den umjubelten und ausverkauften Auftritten seiner letztjährigen "The Luck And Strange"-Tournee erscheint eine Live-Nachlese auf einer Doppel-CD, aufgenommen an verschiedenen Orten, zur Hälfte befüllt mit Gilmour solo, zur anderen mit PINK FLOYD.
Nach der Reunion mit Bandgründer und Original-Drummer Mike Portnoy hält die amerikanische Prog-Metal-Institution DREAM THEATER wie gewohnt auch die letzte Tour in Bild und Ton fest. Knapp ein Jahr nach dem Gig in der Adidas Arena in Frankreichs Hauptstadt am 24. November 2024 stellt "Quarantième: Live à Paris" eindrucksvoll unter Beweis, dass das Quintett auch nach 40 Jahren noch voller Leidenschaft auf der Bühne steht.
Pünktlich zum Start ihrer Tour durch Europa und Großbritannien statten LARKIN POE ihr erst im Januar dieses Jahres veröffentlichte Album "Bloom" mit zusätzlichen Tracks aus. Während vor zwei Jahren die EP "An Acoustic Companion" noch als eigenständiger Release erschien, integrieren die Lovell-Schwestern "An Acoustic Companion Vol. II" jetzt als Deluxe CD in den Albumkontext - und bringen zusätzlich ein Picture Vinyl heraus, das lediglich die neuen Unplugged-Tracks beinhaltet.
Mit ihrem neuen Album "From Eight To Infinity" (alternativ: "From 8 To ∞" oder "From VIII To ∞") lösen sich SPIDERGAWD von der durchgehenden Betitelung ihrer bisherigen Alben "I" bis "VII" mit römischen Ziffern. Für einen Konsistenz-Kompromiss sorgt die zum Albumtitel passende Songanzahl, nämlich acht. Was bleibt, ist der musikalische Stil, auch wenn die seit 2013 aktiven Norweger härtetechnisch eine Schippe drauflegen.
2006 im schwedischen Norrköping gegründet, ist das Okkult-Rock-Kollektiv YEAR OF THE GOAT 19 Jahre später bei seinem vierten Album angekommen. "Trivia Goddess" unterbricht – wie schon das 2015 erschienene "The Unspeakable" – eine mit dem Debüt "Angel's Necropolis" (2012) begonnene und mit "Novis Orbis Terrarum Ordinis" (2019) fortgeführte Trilogie. Logisch wäre demnach ein Abschluss um 2030 herum.
"Evil In All Dimensions" heißt die neue Scheibe von AMBUSH, auf der das schwedische Quintett neun frische Metal-Tracks absolut klassischer Machart präsentiert. Von stampfenden Midtempo-Groovern über eine Powerballade als Verschnaufpause bis zu typischen Doublebass-Bangern ist so ziemlich alles dabei, was das Oldschool-Herz begehrt – und erwartet.
Das deutsche Metal-Urgestein HELLOWEEN ist wohl das Paradebeispiel dafür, wie man aktuelle und alte Bandmitglieder als erweiteres Line-up unter einen Hut bekommt und sich gegenseitig kreativ befruchtet. Nach dem 2021 erschienenen Reunion-Album "Helloween" und zahlreichen Konzerten bringt die siebenköpfige Truppe mit "Giants & Monsters" einen weiteren Longplayer heraus, der unter Beweis stellt, wie prächtig die einzelnen Charaktere miteinander harmonieren.
Für ihr sechstes Studioalbum sind die Modern/Alternative Rocker rund um Frontfrau Lzzy Hale einen ungewöhnlichen Weg gegangen: sämtliche Songs wurden von HALESTORM im Studio geschrieben, alle zuvor erdachten Ideen wurden von Produzent Dave Cobb verworfen. Das Ergebnis: ein überraschend düsteres Album, das mit dynamischen Rocksongs und einfühlsamen Halbballaden punktet.
Das erste "richtige" Soloalbum von IRON-MAIDEN-Sirene Bruce Dickinson wird als "More Balls To Picasso" in einer überarbeiteten Version wiederveröffentlicht. Der Output von 1994 flog für mich insbesondere wegen der formidablen Longplayer "Accident Of Birth" (1997) und "The Chemical Wedding" (1998) stets unter dem Radar – dabei machen die zehn Tracks durchaus Laune, insbesondere als aufgefrischte "Reimagined"-Versionen.
50 Songs aus 25 Jahren, aufgeteilt auf die fünf Welten Jotunheim, Midgard, Vanaheim, Asgard und Muspelheim, gesammelt während einer fünfwöchigen Fan-Abstimmung und verteilt auf drei CDs bzw. fünf LPs: Das sind die Eckpunkte der neuen SALTATIO-MORTIS-Kollektion "Weltenwanderer: Von Träumen und Krawall".
Im Jahr 2022 war das britische Metal-Urgestein DIAMOND HEAD gemeinsam mit SAXON, einem weiteren legendären Vertreter des Genres, auf Tour durch Großbritannien. Drei Jahre später erscheint mit dem simpel betitelten "Live And Electric" ein 60-minütiger Live-Rückblick ganz nach meinem Geschmack: roh, rotzig, ehrlich und echt.
