„Bits And Pieces, Poorly Explained“ ist bereits das zweite Album von Tommy und seinen Teleboys, das hier auf meinem Rezensionsschreibtisch liegt. Der Vorgänger „Gods, Used In Great Condition“, der 2024 erschien, hat mich zwar schon vom Hocker gehauen, doch mit der neuen Platte zeigen TOMMY AND THE TELEBOYS, wohin die Reise nun gehen soll – nämlich irgendwie überallhin. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig wirr, ist es auch, doch genau das macht „Bits And Pieces, Poorly Explained“ spannend, überraschend, aufregend und auch ein wenig genial.
„Unvorhersehbarkeit“ ist wohl das richtige Stichwort, mit dem man TOMMY AND THE TELEBOYS am besten beschreiben kann. Von creepy Gebrumme („Bob Ross“) über provokative, fast schon Pop-ähnliche Tracks („Thumbnail“), Garage-Rock („Carl Mc Pautney“) bis hin zu Akustik-Songs, die dann plötzlich ordentlich an Fahrt aufnehmen („Ok Hole“), findet man hier alles. Und gleichzeitig weiß man nie, was einen beim nächsten Song erwartet. Sobald man anfängt, sich in gewohntem Terrain zu bewegen, klatschen dir TOMMY AND THE TELEBOYS mit einem hämischen „Ha ha, verarscht!“ die nächsten kreischenden Gitarrensoli um die Ohren oder unterbreiten einen neuen Synthesizer-Ambience-Sound.
TOMMY AND THE TELEBOYS enttäuschen nicht, sie täuschen nur. Wenn ich „Bits And Pieces, Poorly Explained“ in eine Schublade stecken müsste, dann wäre es „Underground-Rock, den ich auf jeden Fall im Auge behalten muss“.
Tracklist
1. Bob Ross 03:04
2. Thumbnail 04:28
3. Everyday 04:56
4. Deceiver 04:40
5. Carl McPautney 03:33
6. Atmen 04:31
7. OK Hole 04:51
8. Date (ft. Bachratten) 03:15
9. Trypophobia 04:12
10. Standby 03:26
11. Pretty Nice To Meet You 03:48