Heiko

Heiko

Ich bin Heiko Becker, gebürtiger Schleswig-Holsteiner und seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Meine musikalische Herkunft liegt im Grunge und der „angezerrten Gitarrenmusik“ der frühen 90er – Bands wie Nirvana, Guns N’ Roses, AC/DC, Pearl Jam, Foo Fighters, Machine Head, Pantera, Slayer, Metallica, Paradise Lost und Sick Of It All gehören zu meinen prägendsten Lieblingsbands. Aber auch Rap, Hip-Hop und Songwriter begeistern mich, solange die Musik handgemacht ist und bei mir Emotionen weckt.

Viele Jahre war ich als normaler Besucher auf Festivals wie Roskilde, Wacken Open Air, Hurricane Festival und Dynamo Open Air unterwegs. Seit 2024 darf ich endlich als akkreditierter Fotograf dabei sein und tolle Bilder von diesen besonderen Momenten machen.

Musik für mich ist immer eine emotionale Erfahrung – egal ob im Publikum oder hinter der Kamera, Hauptsache, sie berührt und bleibt im Gedächtnis.


Eigentlich hätte dieser Mittwochabend am 19. August im deutlich kleineren Mikropol stattfinden sollen. Weil sich die Show aber restlos ausverkauft, wird sie kurzfristig ins benachbarte Frannz Club hochverlegt – ein gutes Omen für den Abend, an dem VIOLET GROHL zum ersten Mal überhaupt eine eigene Show in Deutschland spielt.


20.000 Leute, drei Tage, ein Acker in Niedersachsen – und trotzdem fühlt sich das Reload Festival jedes Jahr an wie ein Klassentreffen. "'Doors Open' fühlt sich hier nicht annähernd so an wie bei Wacken ...", notiere ich mir noch am Einlass, während die erste Staubwolke über den Zeltplatz zieht. Sulingen ist kleiner, kompakter, familiärer – und genau das ist seit Jahren sein größtes Pfund. 2026 ist dabei kein Jahr wie jedes andere: Der Veranstalter spricht in seiner Nachlese von der "bisher stärksten Festivalausgabe" der Reload-Geschichte. Nach drei Tagen in Sulingen fällt es jedenfalls schwer, dieser Einschätzung vollständig zu widersprechen.


Zakk Wylde und seine BLACK LABEL SOCIETY rockten am 30.07. ein restlos ausverkauftes Huxleys Neue Welt in Berlin und lieferten eine Show, die von Song zu Song intensiver wurde. Zwischen Gitarren-Pyrotechnik, emotionalen Hommagen an Ozzy Osbourne und Dimebag Darrell sowie einem furiosen Tasten-Gitarren-Duell auf dem Flügel wurde Neukölln zur Riff-Messe.


Vom 13. bis 15. August 2026 steht das Reload Festival spürbar unter Strom – nicht nur wegen der gewaltigen Headliner, sondern wegen einer Dynamik, die dem Festival in diesem Jahr echte Rekorde beschert.


Wenn man wie ich die Band seit den späten Achtzigern begleitet, geht man mit einer Mischung aus nostalgischer Gelassenheit und kritischer Erwartung zu einem MARILLION-Konzert. Am 14. Juli fand der Weg der britischen Prog-Dinos ins Berliner Tempodrom. Die Arena war an diesem lauen Sommerabend zwar nicht ganz ausverkauft, was der dichten, fast schon familiären Atmosphäre unter dem Betonrund aber absolut keinen Abbruch tat.


Dave Grohl ist und bleibt eine der faszinierendsten Konstanten der modernen Rockgeschichte. Während weite Teile des Genres mit Nachwuchssorgen oder Identitätskrisen kämpfen, demonstrierten die FOO FIGHTERS am 1. Juli im Berliner Olympiastadion eindrucksvoll, warum sie die unangefochtene Benchmark im Arena-Segment sind.


Wenn die kalifornischen Satire-Metaller von STEEL PANTHER rufen, verwandelt sich die Fan-Base traditionell in ein farbenfrohes Meer aus Spandex, Animal-Prints und Haarbändern. Am 22.06. im Berliner Metropol war das stilecht gekleidete Publikum zwar hochmotiviert, blieb jedoch überschaubar: Die ehrwürdige Venue war leider nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt.


Während der Rest seiner aktuellen Tournee von riesigen Festivalbühnen dominiert wird, schlug Tom Morello am 8. Juni eine hochexplosive Schneise in die Berliner Clublandschaft. Vorband waren THE LAST INTERNATIONALE.


Schon am Vorabend des Konzerts gehörte die Stadt nicht mehr ganz sich selbst. Kuttenträger und METALLICA-Shirts prägten das Berliner Stadtbild wie eine stille Invasion – die Pilger waren längst angekommen, bevor die erste Note erklang. Am 30. Mai folgte dann der Beweis: Mit 95.000 Besuchern versammelte das Olympiastadion die größte Menschenmenge, die hierzulande je ein Einzelkonzert gesehen hat. Was diese Menge zu sehen bekam, war groß, teuer und brillant inszeniert – und trotzdem kein ungetrübter Triumph.


Fuzz, Riffs und gute Laune beim Desertfest Mitte Mai in Berlin: Drei Tage lang verwandelten sich Columbiahalle und Columbia Theater in Berlin-Kreuzberg in einen Wallfahrtsort für Freunde von Stoner, Doom und Psychedelic Rock. ACID KING, THE DHARMA CHAIN, EARTHLESS, HÅNDGEMENG, HERMANO, HIGH DESERT QUEEN, NEBULA, PELICAN, RED FANG, ROTOR, SKLOSS, TEMPLE FANG, THE SWORD, YOB und ZIG ZAGS standen auf der Bühne – wir davor und haben jede Menge Bilder mitgebracht.


Es gibt Abende, die brauchen kein großes Vorprogramm, um eine dichte Atmosphäre aufzubauen. KING BUFFALO verzichteten am 11. Mai in Hamburg auf eine Vorband und ließen stattdessen von der ersten Sekunde an ihre eigene Klangwelt sprechen. Die insgesamt knappe 90-minütige Show war ein Musterbeispiel dafür, wie moderner Psychedelic und Stoner Rock klingen muss: repetitiv, druckvoll und zutiefst einnehmend.


Das Industrial-Electronic-Duo SKYND machte im Rahmen der "Dead Serious Tour 2026" Station im Festsaal Kreuzberg. 


Es gibt Konzerte, bei denen die Luft schon vor dem ersten Ton eine besondere Dichte aufweist. Am 25. April war der Festsaal Kreuzberg Schauplatz eines solchen Ereignisses. Das Konzept des „Double Headliner"-Abends ging voll auf: Zwei Giganten des Genres, die sich perfekt ergänzen, ohne sich gegenseitig das Rampenlicht zu stehlen.


Wenn die australische Prog-Instanz KARNIVOOL nach Berlin lädt, ist eine loyale Fanbase gewiss. Am 21. April war das Huxleys Neue Welt zwar nicht restlos ausverkauft – der abgehängte Oberrang und die entspannte Platzwahl im Parkett zeugten davon –, doch die Anwesenden kamen mit einer Hingabe, die den Raum füllte.


Am 18. April wurde die Uber Eats Music Hall zum Schauplatz einer metallischen Geschichtsstunde. Dass die Venue fast ausverkauft war, ist angesichts der Konkurrenz besonders bemerkenswert: Parallel ließen MACHINE HEAD in der Columbiahalle die Wände beben – ein Termin-Clash, der das Berliner Metal-Publikum spaltete, aber in der Music Hall für eine besonders loyale und energetische Kulisse sorgte.


BLOOD RED THRONE waren Teil eines starken Abends im Festsaal Kreuzberg: Am 20. März 2025 eröffneten die Norweger die "Freedom Or Death"-Tour von KATAKLYSM und sorgten mit ihrem Death Metal bereits früh für Bewegung im Pit.


Am 28. März verwandelten BLUES PILLS und DEWOLFF den Heimathafen Berlin-Neukölln in ein brodelndes Epizentrum des Blues- und Psych-Rock.


Wenn die kanadische Death-Metal-Walze KATAKLYSM zur "Freedom Or Death"-Tour lädt, ist der Festsaal Kreuzberg der logische Anlaufpunkt für alles, was in Berlin Rang und Namen in der Extrem-Szene hat. Am 20. März war die Venue fast bis auf den letzten Platz gefüllt und die Luft brannte schon, bevor der Hauptact überhaupt die Bühne betrat.


Wenn FJØRT rufen, dann folgt eine der stabilsten Fanbases, die der deutschsprachige Post-Hardcore zu bieten hat. Am 18. März verwandelte das Trio den fast ausverkauften Festsaal Kreuzberg in einen Ort, an dem Wut, Melancholie und politische Haltung zu einer hochexplosiven Einheit verschmolzen.


Wenn eine Institution wie HEAVEN SHALL BURN zur „Heimat Over Europe Tour 2026" lädt, ist mit körperlicher Ertüchtigung zu rechnen. Doch was sich am Abend des 13. März in der restlos ausverkauften Columbiahalle abspielte, übertraf selbst die Erwartungen der Band.

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