Artikelübersicht zu killswitchengage
BURN ETERNAL: Adam Dutkiewicz und Howard Jones veröffentlichen erste Single
BURN ETERNAL ist das Projekt von Sänger Howard Jones und Gitarrist und Produzent Adam Dutkiewicz (beide Ex-KILLSWITCH ENGAGE). Das selbstbetitelte Debütalbum "Burn Eternal" erscheint am 26. Februar über Metal Blade Records, die erste Single „Wounds I've Made“ gibt's jetzt vorab.
In ‚Wounds I've Made‘ geht es darum, sich den Fehlern und dem Bedauern über die Vergangenheit zu stellen und sich gleichzeitig weiterzuentwickeln und nach vorne zu schauen. Veränderung tut manchmal weh, ist aber notwendig, um persönlich zu wachsen und nicht in der Vergangenheit stecken zu bleiben. Manche Beziehungen sollen einfach nicht sein.
Neue Single von WOLFHEART ft. JESSE LEACH: "Ancestor"
"Live At The Palladium": Live-Album von KILLSWITCH ENGAGE kommt
KILLSWITCH ENGAGE veröffentlichen "Us Against the World"-Video
Parkway Drive, Killswitch Engage, Thy Art Is Murder - Der Bericht aus der Stuttgarter Schleyerhalle
Rockavaria 2018 - Der Bericht aus München mit Iron Maiden
09.06.2018, München - Nach Jahren im Olympiapark öffnete das Rockavaria 2018 zum ersten Mal auf dem Münchener Königsplatz seine Pforten. Wir waren für euch vor Ort und schildern im Bericht unsere Eindrücke vom metallastigen Samstag, an dem sich IRON MAIDEN, ARCH ENEMY, KILLSWITCH ENGAGE und DRAGONFORCE sozusagen die Klinke in die Hand gaben.
X Rockfest 2013 - Der Bericht
Elbriot Festival 2013 - Der Festivalbericht
Elbriot Festival 2013 - Der Vorbericht
Killswitch Engage, Devildriver & God Forbid - Köln / E-Werk

04.10. - Nach dem letzten Auftritt in der Kölner Live Music Hall wollten KILLSWITCH ENGAGE, beziehungsweise ihre Bookingagentur, wohl so richtig einen auf dicke Hose machen. Schließlich beackern im 3500 Menschen fassenden Palladium, wo das Konzert ursprünglich angesetzt war, nur die dicksten Nummern des Musikbiz die Bühne. Mit THE SORROW, THE BLED und DEVILDRIVER hatten die Jungs aus Massachusetts als amtlichen Support noch die zweite Reihe der Hart-Und-Heftig-Szene dabei. Doch Pustekuchen - um die zweitgrößte Kölner Eventhalle zu füllen, reicht der Status von KILLSWITCH ENGAGE trotz Schwergewichtstitel doch noch nicht aus. Das Konzert wurde kurzerhand in das kleinere E-Werk verlegt. Egal, Hauptsache es wird gerockt!
Killswitch Engage, As I Lay Dying & Sanctity – Stuttgart / LKA Longhorn
04.06.2007 - Nach ihren beiden Festival-Auftritten beim Lieberberg'schen Doppelpack Rock am Ring/Rock im Park am Wochenende machten sich KILLSWITCH ENGAGE nun endlich zu ihrer großen "Nachhol-Tour" durch Europa auf. Die Entschädigung für all die Anfang des Jahres ausgefallenen Gigs, als Gitarrist Adam D. sich einmal mehr schwer verletzt hatte (Bandscheibenvorfall). Die Tour wurde damals mit Ersatzgitarrist Peter Wichers (Ex-SOILWORK) fortgesetzt. Seinen Part hat zu Beginn der Festival-Saison Pat Lachman (Ex-DAMAGEPLAN) übernommen, da Adams Gesundheitszustand wohl immer noch nicht stabil genug und das Risko einer erneuten Verletzung zu groß ist. Das nicht ganz ausverkaufte Konzert in Stuttgart stellte den Auftakt der "Nachhol-Tour" dar, es folgen noch diverse Shows in Großbritannien und Frankreich, bevor es dann Ende Juni wieder zurück in die USA geht.
Killswitch Engage - Interview mit Gitarrist Joel Stroetzel zu "As Daylight Dies"

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt werden wir von Tourmanager Mike am Hintereingang des Wiesbadener Schlachthofs begrüßt und hereingebeten. Mit uns sind noch zwei Presse-Kollegen am Start, die sich Bassist Mike D’Antonio vorknöpfen dürfen. Wir werden in den Catering-Raum geführt, wo wir an einem kleinen Tresen Platz nehmen sollen. Es sind zahlreiche Biergarnituren aufgebaut, an denen unter anderem BRING ME THE HORIZON, die erste Vorband des Abends, gerade ihr Abendessen einnehmen. Mike kommt als erster, mit einer Flasche Licher Pilsner leicht in der Hand, und nimmt bei unseren Kollegen Platz. Auch Drummer Justin Foley kann ich erspähen. Kurz drauf erscheint auch schon unser Interview-Partner, Gitarrist Joel Stroetzel. Er ist sichtlich gut aufgelegt, freundlich und stellt sich als ein wirklich sehr angenehmer Gesprächspartner heraus.
Killswitch Engage, The Haunted & Bring Me The Horizon - Wiesbaden / Schlachthof

27.01.07 - Der große Tag ist gekommen, auf nach Wiesbaden! Scheiß auf Wind und Wetter, heute wird gerockt! Noch dazu, wenn man ein Interview mit dem Gitarristen Joel Stroetzel führen darf, auf das ich an dieser Stelle verweisen möchte. Dies sollte ursprünglich am 29.01. auf dem Konzert in Stuttgart stattfinden. Aufgrund der erneuten Rückenverletzung von Gitarrist Adam Dutkiewicz wurde dieses jedoch abgesagt, um am gleichen Tag die Show in London nachholen zu können. Als Aushilfsgitarrist konnte man Peter Wichers (Ex-SOILWORK) engagieren.
Killswitch Engage - As Daylight Dies

Stil (Spielzeit): Metalcore (43:34)
Label/Vertrieb (VÖ): Roadrunner / Universal (17.11.2006)
Bewertung: Metallisch, melodisch, meisterhaft (9/10)
Warum sollte es bei KILLSWITCH ENGAGE anders sein? Je größer oder wichtiger eine Band wird, desto lauter sind die Kritiker. Dann sucht man irgendetwas auf dem Album, was einem nicht gefällt und hängt sich daran auf. Eine Band auf Dauer geil finden ist ja auch langweilig. Mal fehlt ein Hit, mal sind die Songs zu simpel/zu sperrig, oder man beruft sich einfach darauf, dass früher sowieso alles besser war. Wiederholt man sich, gibt’s Gemecker, wagt man etwas Anderes, spricht man von Verrat oder nicht-nachvollziehbarem Stilbruch. Bei „As Daylight Dies“, dem vierten Album der Metalcore-Könige soll es angeblich die fehlende Eingängigkeit sein, bzw. die mangelnde Weiterentwicklung. Diese Kritik kann ich nicht teilen.
Dass mit der Eingängigkeit ist schon mal purer Unsinn, denn eigentlich sind die Songs ähnlich aufgebaut, wie auf dem Vorgänger „The End Of Heartache“, will heißen: Ultrafette Riffs (wieder einmal grandios produziert), peitschende Drums, aggressives Geshoute (Strophen) und hypermelodische Refrains. Verschachtelte Rhythmen hört man nur selten (dass ausgerechnet Prog-Experte und Rock-Hard-Schreiberling Boris Kaiser auf amazon.de was von undurchschaubaren Arrangements faselt, ist ein Riesenwitz), dafür gibt es den Chorus wie in einer Imbissbude schnell serviert, obendrein schön gewürzt mit viel Herzschmerz (man höre das ergreifende „The Arms Of Sorrow“ – für mich neben „Reject Yourself“ der Höhepunkt des Albums.)
Zur fehlenden Weiterentwicklung: Mag schon stimmen, und wenn ich faul wäre, würde ich einfach unsere Rezi zum Vorgänger kopieren und die Songtitel ersetzen (Deniz schrieb damals: „So treiben mich auch diesmal klassische Thrash-Riffs, melodische Death Metal-Parts, drückende Grind-Bohrer, Hardcore-Power-Grooves und packende, emolastige (man achte auch auf die Texte!) Refrains in den hellen Wahnsinn.“)
Aber genau in diesen Punkten haben sich KSE wieder einmal verbessert. Wieder einmal sind die Riffs metallischer („This Is Absolution“, „Reject Yourself“), die Songs schön kompakt (nur zwei Tracks sind länger als 4:30 Minuten) und der Sound einfach nur fett, fett, fett! KSE haben den Metalcore sicher nicht neu erfunden (Trendsetter zu sein, sollte doch schon genügen), aber wer will ihnen das auch übel nehmen? Adam D. und Konsorten haben einfach ihren Stil verfeinert und meiner Meinung nach sind die Songs viel stärker als auf „The End Of Heartache“, weil einfach alles noch einen Zacken konsequenter ausgelebt wird. Alle Stilmittel werden monumentaler eingesetzt, man verzichtet auf wage Andeutungen oder inkonsequente Breaks. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die aggressiven Parts besser mit den Emo-lastigen Refrains verknüpft wurden - es ist kein Gegeneinander mehr wie früher. Beide Gefühls-Extreme wurden einfach sauber und logischer miteinander verknüpft.
Auch wenn „As Daylight Dies“ bereits Album Nummer Vier ist, so muss sich die Band aus meiner Sicht nicht ständig neu erfinden (oder wolltet ihr „St. Anger“ ;-)). In ein paar Jahren wird sicherlich der eine oder andere neue Kurs eingeschlagen werden (müssen), aber bis dahin sollen die Jungs ruhig ihre eigenen Stärken ausreizen. Wenn die Songs weiterhin so geil sind, immer wieder gerne! Einzig die wenig einfallsreichen Songtitel („Break The Silence“, „Eye Of The Storm“ etc.) und das lasche Cover-Artwork und Booklet (wieder von Bassist Mike D’Antonio gestaltet) halten mich davon ab, mehr als neun Zähler zu vergeben. Noch einmal: Das Album wird die Szene nicht auf den Kopf stellen, aber muss das der Anspruch bei jeder Album-Veröffentlichung sein? Mir persönlich reicht es, wenn die Songs mich emotional mitreißen und durchweg klasse sind.
Roadrunner United - Interview mit A&R-Legende Monte Conner zu 25 Jahren Roadrunner Records

Ehre, wem Ehre gebührt. Roadrunner Records kann sich zum 25. Jubiläum wirklich gebührend feiern lassen. Jeder halbwegs vernünftige Headbanger dürfte, besser gesagt sollte mindestens einen Meilenstein dieses Kultlabels in seiner Metalsammlung stehen haben. Anlässlich dieses Events hat der Branchenriese 55 Musiker aus 42 Bands rekrutiert, die ROADRUNNER UNITED zu einem einmaligen Metalprojekt werden ließen. Dabei reicht die Gästeschar auf dem Album von Keith Caputo (Life Of Agony), über Glen Benton (Deiceide) und Peter Steele (Type O Negative) bis King Diamond.
Wir sprachen ausführlich mit A&R-Legende Monte Conner über die „All Star Sessions", Roadrunners Bedeutung für die Metalszene sowie den Unterschied zwischen Trendsettern und Trendreitern.
Killswitch Engage - Interview mit Mike D'Antonio zu "The End Of Heartache"

Zu Killswitch Engage braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Die Anführer der Metalcore-Bewegung sind zurzeit der dicke Konsens in der gesamten Hard 'N Heavy-Szene. Das zeigte auch jüngst die allerorts umjubelte Europatour der fünf sympathischen Amerikaner, die natürlich auch vor Deutschland nicht halt machte. Wer die Reviews dazu liest, weiß, wie es um Band und Fans bestellt ist. Alle anderen Infos erhaltet ihr in diesem Interview, das BurnYourEars vor dem großartigen Auftritt in Köln mit einem gut aufgelegten Mike D'Antonio führte, seines Zeichen Bassist bei Killswitch Engage.
Mike, 2004: War das das beste Jahr in deinem gesamten Leben?
(lacht) Ja, es könnte eines der besten meines Lebens gewesen sein! Ein ziemlich verrücktes Jahr, in dem der Band Dinge passiert sind, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie jemals eintreffen werden. Es war ein gutes und vor allem langes Jahr mit endlos vielem Touren.
Kannst du ein paar Höhepunkte nennen?
Für den Grammy in der Kategorie „Best Metal Perfomance" nominiert zu werden, war ziemlich spektakulär, woran ich nie im Leben geglaubt hätte. Auch dass wir die 200.000-Marke in Sachen Plattenverkäufen in den USA durchbrechen konnten, war phänomenal. Die Tour mit Slayer war definitiv ein Highlight meiner Karriere. Und so weiter... (lacht)
Gab es rückblickend aber auch vielleicht einzelne Tiefpunkte?
Das Negative war, dass ich nicht genug zu Hause sein konnte. Ich habe viel zu wenig meine Freundin und meine Katze gesehen. Ich bin in ein neues Apartment gezogen, von der ich oft gehört habe, das es ganz schön sein soll (lacht). Das ist so die Kehrseite der Medaille.
Verstehe. Nicht ganz unschuldig daran ist wohl der Metalcore-Boom in den USA und mittlerweile dem Rest der Welt. Kannst du dir diesen Aufschwung erklären?
Hm, das komische ist, dass es diesen Stil eigentlich schon seit mindestens zehn Jahren gibt. Die Meisten Bands waren schon lange, lange unter anderen Namen oder anderen Konstellationen aktiv. Unsere ersten Schritte zum Beispiel mit dieser Art von Musik begannen schon 1991. Es ist für uns also schon eher eine alte Geschichte, nur jetzt ist die Szene an die Oberfläche gelangt. Und den Grund für die große Popularität sehe ich in Hatebreed. Sie haben den Major-Labels gezeigt, dass man auch mit ihrer Art von Musik gut Geld machen kann. Dadurch, dass sie allein von einem Album mehr als 250.000 Einheiten verkauft haben, haben sich die großen Plattenfirmen plötzlich nach den ganzen kleinen Bands umgeschaut, die eine ähnliche Richtung einschlagen. Solche vorher recht unbekannten Combos hätten sonst gar keine Chance gehabt. Hatebreed haben die Tür aufgebrochen und wir haben den Fuß reingehalten, sodass niemand mehr die Tür schließen konnte. Shadows Fall, Lamb Of God und jetzt Unearth, As I Lay Dying oder Bleeding Through sind uns über diese Schwelle gefolgt. Das ist großartig!
Was war eure Inspirationsquelle? Was haben alle genannten Acts gemeinsam?
Alles hat sich daraus ergeben, dass die USA eine Zeitlang die absolut schlechteste Metal-Szene überhaupt zu bieten hatte. Es war schrecklich, schrecklich und noch mal schrecklich, als die ganzen großen Metal-Bands mittelmäßige bis grottenschlechte Alben herausgebracht haben. Ich spreche hier von der Zeit um 1995, da kam echt nur Scheiße raus. Ich rede hier gar nicht unbedingt von Nu Metal, sondern eher von den traditionellen Bands. Niemand aus den Gruppen, in denen ich gespielt hatte, hat zu der Zeit überhaupt irgendwelches Ami-Metalzeug gehört, so schlecht war es hierzulande um harte Musik bestellt. Davon abgewendet, schauten wir alle rüber nach Schweden, wo uns Bands wie In Flames, Soilwork, Entombed und At The Gates schwer beeindruckten. Die Schweden griffen sich den stagnierenden Metal und führten ihn geradewegs zu einem höheren Level, so wie es eben sein muss. Die Acts, die du jetzt kennst und hörst, nahmen sich ihren Teil vom Schweden-Metal und fügten ihn in ihren eigenen Sound, der deutlich mit einem gewissen Hardcore-Underground-Feeling verbunden ist. Das ist also der Grund für den steigenden Erfolg: Altbewährtes nehmen, in etwas anderes Einfügen und daraus etwas Neues entwickeln...
Interessant. Heute scheint es teilweise andersherum zu laufen: Nicht wenige europäische Gruppen - auch traditionelle - versuchen ihre Musik mit geborgten Metalcore-Rezepten knackiger und moderner zu gestallten. Das ehrt euch doch bestimmt, oder?
Ja, absolut. Darum geht es doch im Metal: sich gegenseitig füttern, anstacheln, inspirieren und dieses Genre zu neuen Höchstleistungen führen. Es ist toll, dass sie uns etwas geben, und wir ihnen etwas zurückgeben können.
Trotzdem behaupten Skeptiker, dass das Metalcore-Genre irgendwann abflachen wird, so wie das beim Nu Metal schon der Fall war. Was denkst du über solche Stimmen?
Ach, keine Ahnung. Es ist wie in jedem Musik-Genre. Wenn es nicht mehr gute Qualität abliefert, wird es aussterben. Deshalb muss ständig etwas passieren, ein Fortschritt erzielt werden und die Szene in schlechten Zeiten wieder zusammenrücken. Es ist schwer zu sagen, ob es überhaupt bis zum nächsten Jahr reichen wird. Wir selbst versuchen alles zu genießen, solange es gut läuft. Wir wissen aber auch, dass ein Genre nicht funktionieren kann, wenn es von schlechten Bands verwässert wird. Zurzeit sind aber ne Menge geiler Bands am Start, die allen in den Arsch treten können.
Für mich seid ihr für die New Wave Of American Heavy Metal das, was Iron Maiden in den frühen Achtzigern für die New Wave Of British Heavy Metal waren. Seht ihr euch selbst auch als Anführer?
Ach nee, über so was denken wir gar nicht nach, auch wenn es cool zu hören ist, in so einen Zusammenhang gebracht zu werden. Wir hören auch nicht viel auf die Presse oder so, Artikel und Reviews über uns lesen wir erst gar nicht. Wir leben in unserer eigenen Welt, in der wir auf die Bühne gehen, unser Ding durchziehen und wieder verschwinden ...und hoffentlich irgendwann wieder zu Hause ankommen (lacht).
Für wessen Erfolg eurer amerikanischen befreundeten „Konkurrenten" freut ihr euch denn am meisten?
Eigentlich für den von All That Remains. Die sind seit der Zeit, wo wir zusammen angefangen haben, richtig gut vorangekommen und vom letzten zu diesem Jahr noch mal ein gutes Stück. Sie haben sich zu einer richtig tighten Band gemausert. Wir sind hier auf Tour eine riesengroße Gemeinschaft zusammen mit All That Remains und auch Twelve Tribes. Wir haben zusammen echt eine menge Spaß!
Was hältst du denn von Sell-Out-Vorwürfen in eure Richtung von sogenannten „alten Fans"? Nervt es dich, dass Metal- und Hardcore-Fans so konservativ sind und oft an den Anfängen oder besser gesagt „den guten, alten Zeiten" hängen?
Yeah! Ich meine, die gesamte Basis der Harcore- und Underground-Hörer besteht aus den wahren Hard-Music-Snobs, die ihre Nase rümpfen, sobald sich etwas verkauft.Ich finde es sehr, sehr schade, dass Leute, die mit bestimmten Bands aufwachsen und sie begleiten, plötzlich die Nase nach oben strecken, nur weil diese Band schließlich das bekommen hat, was sie sich schon immer gewünscht hat: Annerkennung, genug Leute auf Konzerten oder ein bisschen Geld, um sich die Miete Leisten zu können. Es ist doch beschämend, dass die Leute deswegen einem den Rücken zukehren, anstatt mitzufeiern. Nach allem, was man in so einer Kariere durchmachen muss, wünschen sich im Prinzip alle Musiker, dass sie sich keine Gedanken um die Miete machen müssen, sondern mit dem weitermachen können, was uns, aber auch gerade den Leuten da draußen, am meisten Spaß macht: Musik! Glaubt mir, finanziell gesehen führen wir ein ganz normales Leben.
Jene Leute, die wir ansprachen, können bestimmt auch nicht nachvollziehen, warum ihr den Song „The End Of Heartache" für den Resident Evil 2 Soundtrack neu gemixt habt. Magst du persönlich diese neue Version?
Nein!
Nein? Warum habt ihr das Lied dann verändert?
Roadrunner wollte, dass wir eine möglichst gute Position im amerikanischen Radio bekommen. Wir wollten eigentlich keinen Track ändern müssen. Wobei man sagen muss, dass wir ihn gar nicht so stark verändert haben. Es ist ein 5-Minuten-Songs und solange Sachen werden unmöglich im Radio gespielt. So musste also der Song logischerweise um eine Minute gekürzt werden, was Roadrunner dann auch tat. Zwei Scream-Parts wurden in den Hintergrund geschoben. Howard (Jones, Sänger) ging noch mal extra ins Studio um ein paar hohe, melodische Gesangslinien neu aufzunehmen. Und alles nur, weil Roadrunner 250.000 Dollar ausgab, um einen einzigen Song ins Radio zu kriegen. Wenn also die Bosse da oben sich so viel Mühe machen und 250.000 Dollar für uns ausgeben, ist das Mindeste, was wir tun können, ihnen ein wenig entgegen zu kommen. Es ist eine geben-und-nehmen-Beziehung wie so ziemlich in jedem Job. Ob wir noch mal einen unserer Songs mit neuen Clean-Vocals aufnehmen würden? Absolutely not! Nie und nimmer machen wir das! Die wollten jetzt auch „Rose Of Sharon" als eine Radio-Edition veröffentlichen, und dieses Lied hat fast nur Screams drin. Wir haben gesagt, dass wir keinen Ton von diesem Song verändern werden. Die sagten daraufhin „OK, ihr habt das mit einem Song gemacht, ihr seid einen Kompromiss eingegangen, die Leute kennen euch jetzt, ihr müsst den Scheiß nicht unbedingt noch mal durchmachen."
Hoffentlich ...
Hoffentlich! Ja, echt, das war beschissen und hat uns auch enttäuscht, aber gleichzeitig ist ja auch keine gravierende Veränderung auszumachen.
Nun gut, vermisst ihr das Gefühl der Unabhängigkeit? Steht ihr momentan nicht sehr unter Druck?
Nein, die Jungs von der Plattenfirma reden uns, bis auf Ausnahmen, so gut wie gar nicht rein oder wir hören nicht auf sie (lacht). Es ist letztendlich besser viele Leute um einen herum zu haben, die zu dir halten als gar niemanden. Unsere alte Band musste jahrelang erfolglos kämpfen, weil sie keinen Support bekam. Jetzt haben wir ihn. Es ist eher ein gutes als ein schlechtes Gefühl.
Würdest du vom heutigen Standpunkt irgendetwas an „The End Of Heartache" ändern oder dir wünschen, ihr hättet es anders gemacht?
Keine Ahnung. Alben stehen für sich. Das ist auch der Grund, warum wir niemals Jesses (Jesse Leech, Ex-KSE-Sänger) Stimme von den ganzen alten Alben rausnehmen und sie mit Howards Gesang neu veröffentlichen würden. Ein Album spiegelt den damaligen Zustand der Band wieder und das sollte man nicht zerstören. Es ist wie ein Bild, mit all den Gefühlen und Fähigkeiten, das man einfängt. Man muss nach vorne schauen. Sonst könnte man immer sagen „ich hätte das und das besser machen sollen". Oft gefallen mir meine Design-Entwürfe im Nachhinein auch nicht, aber man muss es einfach laufen lassen.
Gibt es schon Pläne oder Ideen für das nächste Album?
Nein, kein Stück. Wir haben noch nicht mal darüber gesprochen. Wir sind echt schon seit der Veröffentlichung der letzten CD nonstop auf Tour und das geht noch beinahe ohne Unterbrechungen bis Ende April so weiter. Das schlaucht ganz schön! Das letzte, was wir tun wollen, ist, die Gitarren nehmen und ein neues Album schreiben (lacht). Ich versichere dir, dass wird garantiert nicht vor nächsten September passieren.Es steht noch eine DVD an, die Roadrunner rausbringen möchte. Gerne, aber wir wollen nichts überstürzen und halbfertigen Mist raushauen. Dann lieber gar nicht. Die wollten die DVD für September, wir haben auf Dezember plädiert. Wir haben so viele Shows wie möglich auf Videotape gebannt und bringen das dann für die DVD zusammen. Mal sehen, was daraus wird. Sonst steht nichts an. Ach ja, gerade wurde „The End Of Heartache" als Doppel-CD rereleased mit zwei unveröffentlichten Bonustracks, Live-Stücken von der letzten Tour und unseren letzten Videos.
Was anderes: Adam, Joel und Justin haben jeweils Musik studiert. Könnten die Jungs einen perfekten Pop-Rock-Hit schreiben oder sogar in einer Band wie Dream Theater spielen?
Ja, absolut! Besonders Adam und Joel. Zu 100 Prozent! Das ist auch das Tolle an meinem Job. Ich habe Musik nie an einer Schule gelernt, sondern mir alles selbst beigebracht. Ich bin auch eher ein Designer als ein Musiker. Aber ich habe bestimmt 100 neue Sachen von den anderen Jungs gelernt, allein nur durch Zuhören und Zuschauen. Die drei sind echt genial. Ich lerne ständig dazu, und das macht die Arbeit so schön. Wenn du aufhörst zu lernen, wird's langweilig. Aber das kann in dieser verrückten Band niemals passieren (lacht).
Das hört man doch gerne! Möchtest du abschließend noch etwas loswerden?
Geht auf www.killswitchengage.com. Wir schreiben ständig von der Tour aus, was bei uns so abgeht, also schaut vorbei!
Killswitch Engage, Twelve Tribes & All That Remains - Köln / Live Music Hall

Köln, am 29.01.05 - 2004 war das Jahr von Killswitch Engage. Kaum eine Band hat dermaßen abgeräumt wie dieser sympathische Fünfer aus New England, Massachusetts - bei den Kritikern, bei den Fans, in den Charts; in allen Teilen der Welt. Kein Wunder, das dritte Album „The End Of Heartache" war eines der absolut mächtigsten Alben des letzten Jahres, und Killswitch Engage sind DIE Anführer der amerikanischen Metal(core)-Welle.Köln markierte das Ende der vom Erfolg gekrönten Europa-Tournee 2005 (alle Gigs ausverkauft!). Laut Band war dieser Abend der Höhepunkt jener Reise zum „alten Kontinent". O-Ton (www.killswitchengage.com): „The highlight of the tour was definitely the last night in Cologne, where the fans were so crazy that we had to throw them raw meat just to keep them from destroying the place." Und wie Recht sie haben: es war traumhaft!Welche Anziehungskraft KSE ausüben, zeigte die mit etwa 1800 Zuschauern bis in den letzten Winkel brechend eng gefüllte Live Music Hall (16 Euro Eintritt - fairer geht's nicht). Aber vor allem eines spiegelte die wahre Größe wieder: Das Szene-übergreifende Publikum - vom langhaarigen Death Metaller und dem kantigen Hardcore-Boy über das süße Teenie-Girl und dem Emo-Kid bis zum kultigen Kutten-Träger war an diesem Abend das gesamte Rock- und Metal-Lager vereint. So muss es sein!
Killswitch Engage - s/t

Stil (VÖ): Metalcore (25.01.05)
Label/Vertrieb: Roadrunner Records/Universal
Bewertung: Tolles Re-Release einer schon immer starken Band
Link: http://www.killswitchengage.com
Killswitch Engage 2000: Roher, spontaner, unverbrauchter. Das durch Roadrunner neuveröffentlichte Debutalbum „Killswitch Engage“ zeigt wie die damals noch zu viert agierende Band (Adam Dutkiewicz spielte hauptsächlich Drums) zu den Anführern der Metalcore-Bewegung wurde. Die Spielweise war zu Anfangszeiten grob die gleiche wie sie heute Millionen von Fans weltweit lieben und deren Trademarks dutzende Knüppel-Combos noch kopieren sollten.
Im Unterschied merkt man an den Wurzeln, dass das Songwriting damals einen Zacken härter und frischer war: Songs wie „Vide Infra“ oder „Irreversal“ lassen den Hörer regelrecht die Aufbruchstimmung in der amerikanischen Hardcore/Metal-Szene spüren. Näher an „Alive Or Just Breathing“ als an dem Chartstürmer „The End Of Heartache“ reißen die 9 Tracks mit göteborgscher Technik und der Brutalität des Hardcore Genregrenzen auf, wodurch die Welt der harten Musikkost toleranter und (zum Glück aller) wieder impulsiver wurde.
Vor allem begeistert die Spontaneität, die Killswitch Engage beim letzten Album etwas abhanden gekommen scheint. Ex-Brüllwürfel Jesse David Leach schreit sich herzhaft die Seele aus dem Leib, weiß auch mit schönen Melodien zu glänzen, aber im Gegensatz zu heute basierte nicht jeder Song auf der Strophe-hart-Refrain-melodisch-Formel. Stattdessen wird auf dem Erstwerk noch gerne Mal das Gaspedal in Richtung Death Metal durchgedrückt. Herrlich!
Für den Re-Release wurde das selbstbetitelte Debutalbum von Multi-Talent Adam Dutkiewicz noch einmal neu gemixt und gemastert. Als Bonushäppchen für KSE-Fans finden sich on top noch vier Songs ihres Demos von 1999 auf dieser Scheibe wieder. Doch eigentlich reicht das durchweg gute Songmaterial allein schon als Kaufgrund. Also, dicke Empfehlung an alle Metalcore-Fans, die dieses authentische Frühwerk noch nicht besitzen!
Killswitch Engage - The End Of Heartache

Yes, this is it! Metallerherz, was willst du mehr? Das ist der Heavy-Sound den du brauchst! Nicht Nu nicht True, sondern Best Of The Best! Bereits mit ihrem Roadrunner-Debüt „Alive Or Just Breathing" haben Killswitch Engage mit ihrem markerschütternden Sound als Anführer des „New Wave Of American Heavy Metal" gezeigt, wo es lang geht und sich selber eine schwierige Erblast gesetzt. Kein Problem! Die meterdicke, hohe Aggressionswand steht besser als je zuvor: kompakter, härter, abwechslungsreicher. Im Vergleich zum Vorgänger klingt „The End Of Heartache" einen Zacken metallischer, was an der herrlichen Gitarrenarbeit der Riff-Motoren (500 PS) Dutkiewicz und Stroetzel liegt. Aber auch anno 2004 heißt es, der Mix macht's.